APFEL, NUSS UND … BERBERITZE

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Ich hab mich gleich in die Form dieser kleinen Kuchen verguckt. Irgendwo in den Tiefen des Internet bin ich auf ein Bild gestoßen, das mich gleich inspiriert hat: kleine, putzige Küchlein, mit-was-auch-immer-gefüllt. Die Fülle war mir eigentlich völlig egal, ich wusste ohnehin sofort, was ich in meinen Kuchen drin haben wollte: Äpfel und Nüsse. Erst später bin ich draufgekommen, dass die kleinen Dreieckerl Hamantasch heißen und – aus anderem Teig und mit anderer Füllung – aus der jüdischen Küche kommen.

Mein alter Nussknacker: Mir immer noch das liebste Werkzeug zum Nüsse-knacken

Die Nüsse unseres Baumes sind jetzt trocken genug, um ausgelöst zu werden, die letzten gelagerten Äpfel werden langsam mürb – Zeit also, all das zu verarbeiten.

Mir schwebte eine Nussfülle vor, wie sie meine Oma immer gemacht hatte: Sie hatte damit ihren Germ-Nuss-Strudel gefüllt (den gab es jedes Jahr nur zu Weihnachten, er war also immer ganz was Besonderes für mich). Und darauf ein klein bisschen Apfelfülle, gleich nach dem Backen in die noch heißen Küchlein – so müsste es funktionieren.

Und wie es funktionierte: Die kleinen Kerle waren so gut, ich kann sie mir auch mal als Abschluss eines Menüs, gemeinsam mit etwas Vanilleeis sehr gut vorstellen. Die Kombination Vanille, karamellisierte Äpfel und zimtige Nüsse hat eindeutig etwas Herzerwärmendes.

Apfel-Nuss-Dreieckerl

Teig:
300 g Weizenmehl glatt, Typ 480
65 g Zucker
1/2 TL Salz
120 g kalte Butter, in kleine Stückchen geschnitten
1 Ei
1 – 2 EL kaltes Wasser

Nussfülle:
100 g Walnüsse, gerieben
50 ml Milch
30 g Staubzucker
1 TL Honig
1 EL Rum
etwas Zimt
Zitronensaft zum Abschmecken

Apfelfülle:
225 g säuerliche Äpfel, geschält, entkernt, in kleine Würferl geschnitten
35 g Zucker
1 EL Calvados
1 Handvoll getrocknete Berberitzen

Die Zutaten für den Mürbteig mit den Händen zu einem glatten Teig
kneten. Anschließend
eine Stunde im Kühlschrank zugedeckt rasten lassen.

Für die Nussfülle Milch, Zucker und Honig aufkochen. Vom Herd nehmen und Nüsse, Rum, Zimt und Zitronensaft zugeben. Auskühlen lassen.
Für die Apfelfülle Apfelstückchen, Zucker und Berberitzen bei mittlerer Hitze köcheln, bis die Äpfel ganz weich sind und zerfallen. Auskühlen lassen, dann den Calvados unterrühren.

Das Backrohr auf 200 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen. Den Teig auf einer gut bemehlten Arbeitsfläche etwa drei Millimeter dick ausrollen. Mit einem runden Ausstecher (Durchmesser sieben Zentimeter) oder einem geeigneten Glas Kreise ausstechen. Jeweils ein Kaffeelöfferl der Nussfülle auf die Kreise geben. An drei Punkten zusammendrücken, um kleine Dreiecke zu erhalten – am Foto unten sieht man es ganz gut.

Nochmals kontrollieren, ob die Ecken fest zusammengedrückt sind. Die gefüllten Eckerl auf ein Backblech schlichten und im vorgeheizten Backrohr 15 bis 20 Minuten backen, bis die Ecken leicht braun werden. Aus dem Rohr nehmen und sofort jeweils ein Kaffeelöfferl der Apfelfülle drauf geben – es darf ruhig ein kleiner Gupf werden. Auskühlen lassen – ein Stück allerdings gleich lauwarm verkosten. Da schmecken sie, wie viele Mehlspeisen, einfach am allerbesten!

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