VERREGNET MIT AUSSICHT AUF FLEISCHBÄLLCHEN …

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… so könnte man das vergangene Wochenende im Küchenschaben-Haushalt in Anlehnung an einen Filmtitel bezeichnen.
Was ist das überhaupt für ein Wetter derzeit? Es ist so grässlich, dass ich mir schon fast wünsche, es würde schneien – und ich mag eigentlich keinen Schnee. Seit Tagen ist es grau in grau draußen, daher entschieden wir uns für ein stimmungsaufhellendes Essen: Lammfleischbällchen in einem scharfen Curry mit Granatapfel-Raita.


Mit dem Schärfen des Currys hat’s der Mitkoch allerdings etwas übertrieben. Man sagt zwar, dass der Genuss von Capsaicin Glückshormone freisetze, aber so viel davon wollte ich dann doch nicht. So hielt ich mich mehr an die nur leicht scharfen, ungemein würzigen Fleischbällchen und die fruchtige Granatapfel-Raita.

Curry mit Lammfleisch-Bällchen und Granatapfel-Raita

Fleischbällchen:
350 g faschiertes Lammfleisch, z. B. von der Schulter
60 g Cashew-Nüsse
1 EL Mohnsamen
1 EL Fenchelsamen
1 Chili (K: 1 gelber Habanero aus der Tiefkühltruhe, getrockneter Chili geht genauso)
3 Knoblauchzehen
3 cm Ingwer
1 Zwiebel, geviertelt
4 EL geraspeltes Kokosnussfleisch (Kokosflocken gehen notfalls auch)
Salz

Curry:
1 Zwiebel
3 Knoblauchzehen
3 cm frisch geriebener Ingwer
400 g Pelati mit Saft (1 kleine Dose Tomaten)
350 ml Hühnersuppe
4 EL Pflanzenöl
1 Stange Zimt
2getrocknete Lorbeerblätter (besser: 4 frische)
1 EL Fenchelsamen
1 TL Chiliflocken (Mitkoch: 3 gehäufte)
2 EL gemahlener Koriander
1 TL Kurkuma

Raita:
1/2 Granatapfel
250 ml griechisches Joghurt, 10 %
2 Frühlingszwiebel, fein geschnitten, auch ein Teil des Grünen
1 cm frisch geriebener Ingwer
1 mittelscharfer Chili, fein gehackt
1/2 TL Kurkuma
Salz
1/4 TL Zucker
1 EL frisch gehackter Koriander (hab ich nicht bekommen, ich hab Petersilie genommen)

Cashew-Nüsse, Mohn- und Fenchelsamen in einer kleinen Pfanne anrösten, bis sie duften. Chili, Knoblauch, Ingwer und Zwiebel grob hacken. Gemeinsam mit den gerösteten Samen und den Cashew-Nüssen, dem Lammfleisch, dem Kokosfleisch und dem Salz pürieren. Mit eingeölten Händen tischtennisballgroße Bällchen formen und eine halbe Stunde im Kühlschrank rasten lassen.

Für das Curry die Zwiebel, den Knoblauch, Ingwer und Pelati (samt Saft) pürieren. Öl in einem großen Topf erhitzen. Zimtstange, Fenchelsamen und Lorbeerblätter reingeben und bei mittlerer Hitze braten, bis  sie knistern (ein bis zwei Minuten). Die pürierte Tomatenmischung dazugießen, fünf Minuten köcheln. Dann Chili, Koriander, Kurkuma sowie die Suppe einrühren. Aufkochen und reduzierend einkochen (ungefähr 15 Minuten). Die Fleischbällchen in die Sauce legen und bei mittlerer Hitze etwa 20 Minuten zugedeckt ziehen lassen.

In der Zwischenzeit die Raita herstellen. Den halbierten Granatapfel entkernen. Dafür am besten das Waschbecken oder eine große Schüssel mit Wasser füllen und die Kerne unter Wasser aus der Frucht herauslösen (das spritzt weniger).

Die Granatapfelkerne mit Joghurt, Frühlingszwiebeln, Ingwer, Chili, Kurkuma, Salz, Zucker und Koriander (ich: Petersilie) mischen und abschmecken. Zimtstange und Lorbeerblätter aus dem Curry fischen. Mit Reis oder Chapati servieren.
Rezept aus dem Buch Books for Cooks Nummer 9 von der Buchhandlung “Books for Cooks“, London.

Übrigens: Die Schabe fotografiert ab und zu auch anderes als Essen. Wen es interessiert, der kann hier gucken …

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